Samstag, 24. Oktober 2015

Aller Anfang ist schwer

Was hier geschrieben wird ist wahrscheinlich meist unzusammanhängender Unsinn. Auch entstehen hier Geistesgebilde, die nicht nur aus meinem Kopf entspringen, sondern auch dem meiner Freunde. Außerdem erwartet den werten Leser sprunghafte Änderungen der Themen. Daher wundert euch nicht, wenn plötzlich irgendwas anderes steht, als man vermutet.

ALLES KLAR?
Dann kanns ja losgehen.

Entstanden ist der Blog auch aus unserer (ich schreibe manchmal im Plural Majestix  - irgend so ein gallischer Anführer, oder es sind mehrere Münder, aus denen der Geisteserguss herauskommt) Nähe zu einem Lokal,  dem Philogreissler. Bevor er - der Philogreissler mit ph,  im Dezember 2014 aufgesperrt hat,  haben wir(und ich rede jetzt wirklich von 2 Personen, nämlich mir und dem Tino, - von Martin, Kastner, seines Zeichens konservativer Stuckhändler auch in der Kaiserstraße( als Stuckhändler muss man konservativ eingestellt sein; Definition Stuck :"Gips in verzierter Form")  unsere Gespräche mit meist sehr wichtigen Inhalten von bedeutendem wirtschaftlichen Interesse in der Aida, auch in der Kaiserstraße, geführt.
Außerdem habe ich die Aida auch als mein Besprechungsbüro für diverse Vertreterbesuche genutzt, weil im Chef-Zimmer in meiner Firma gibt es kein Fenster(darf nur der Chef haben, für alle anderen Mitarbeiter ist das arbeitsrechtlich nicht erlaubt) und auch keinen guten Kaffee. Für die Vertreter war es auch angenehmer und ich bin dabei meistens auf den Kaffee eingeladen worden. Nicht, dass ich jetzt als Schnorrer dastehe, aber die haben es sich meist nicht  nehmen lassen, den Kaffee zu zahlen. In den meisten Fällen habe ich mein Menü, Verlängerter mit Milchschaum, ohne irgend eine Mehlspeise geordert, sonst wäre ich heute noch dicker, als ich ohnehin schon bin. Nicht so beim Tino, weil der hat sich meistens ein Schinkenstangerl oder was anderes Süßes nicht verkneifen können. Deshalb sieht es auch so aus, wie er aussieht. Und Kostverächter bei anderen guten Dingen ist er auch keiner, auch ich nicht.
Jedenfalls sind wir dann wegen des besseren Kaffees zu Philogreissler übersiedelt. Hier wird dem Kaffee so richtig gehuldigt. Na ja, wirtschaftliches Denken ist den Gerd noch ein wenig fremd, aber er ist ja lernfähig.  Der Gerd ist nämlich der Inhaber des Philogreisslers und gemeinsam mit seiner Frau führt er den Laden. Jetzt fragt man sich, wie kommt ein Gerd nun dazu einen Philogreisser zu eröffnen?  Na ganz einfach, man hängt den Lehrerjob(Filosofie mit 2 f) an den Nagel und mietet ein schönes Geschäftslokal, stellt einige alte Möbel aus dem Keller der Eltern und Großeltern hinein, kauft haufenweise sinnlose filosofische Bücher,  stellt eine ordentliche italienische Kaffeemaschine auf den Tresen, läßt sich zum Barista ausbilden, seine Frau Kuchen backen(oder selbst) und hofft, dass sich in unserem Bobo-Bezirk genug narrisches Publikum herverirrt. Hab ich was vergessen?
Ja, er arrangiert Veranstaltungen, bei denen filosofische Diskussionen über die verschiedensten Themen, die Gott und die Welt interessiert oder auch nicht, geführt werden.
So sitzen also Tino und ich, wir sind inzwischen schon Stammgäste, kein Wunder, wir sind ja durchschnittlich 3 mal täglich da, an einem Küchentisch mit Resopal-Platte aus den 60iger Jahren, und trinken unseren Kaffee, ich Cappuccino und Tino Latte Macchiato,  mit sehr viel Milch. Zu Mittags ist es dann besonders schwer nur einen guten Kuchen zu essen. Daher haben wir dann schon machmal zu den Chiabatta - Vinschgerl gegriffen, aber die hängen einem ja mit der Zeit dann auch schon bei den Ohren heraus(O-Ton Gerd, anscheinend manchmal sein bester Kunde). Jetzt gibt es seit neuestem auch eine "gute Suppe",  Abwechslung muss sein.

Und da wir nicht stumm dasitzten und nur an der Suppe schlürfen, unterhalten wir uns über verschiedenste Dinge.


3 Kommentare:

  1. Und mit so einem ungeplanten Anfang beim Kaffee können Bestseller entstehen! SUper lustig geschrieben. In dir verbirgt sich ein großes Talent.

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  2. Ich bin begeistert und habe Tränen gelacht!

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  3. Mir ist da in der Überschrift ein t ausgegangen. Lektoriert hat es auch keiner und die Rechtschreibprüfung hilft auch nicht, wenn die Grammatik nicht stimmt.

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